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HTTP-Statuscodes und SEO: was Google mit jedem Code macht

HTTP-Statuscodes und SEO: was Google mit jedem Code macht

Ein HTTP-Statuscode sagt dem Googlebot, was beim Abruf einer URL passiert ist, und Google entscheidet weitgehend danach, was gecrawlt, indexiert oder entfernt wird. Für SEO sind nur wenige HTTP-Statuscodes entscheidend: 200 erlaubt die Indexierung, 301 und 308 übertragen Signale auf eine neue URL, 404 und 410 führen zur Entfernung, 429 und 5xx bremsen das Crawling und lassen Seiten bei längerer Dauer aus dem Index fallen.

So erklärt die Dokumentation von Google Search Central die einzelnen Gruppen.

200: die Seite kann indexiert werden

200 OK heißt, der Server hat Inhalt geliefert, den Google dann für den Index prüft. Eine Garantie ist das nicht. Ist die Seite leer oder zeigt "Produkt nicht gefunden" und antwortet trotzdem mit 200, kann Google sie als Soft 404 einstufen. In der Search Console steht sie dann im Bericht Seitenindexierung mit dem Grund "Soft 404".

Die Lösung: ein echter 404 oder 410, wenn der Inhalt weg ist, oder echter Inhalt, wenn die Seite bleiben soll.

301, 302, 307, 308: Weiterleitungen

Der Googlebot folgt Weiterleitungen (laut Google bis zu 10 Sprünge), und der Code sagt ihm, wie das Ziel zu behandeln ist. 301 und 308 sind permanent und ein starkes Signal, dass das Ziel die kanonische URL werden soll. 302 und 307 sind temporär, also ein schwaches Signal, und Google behält die alte URL eventuell noch eine Weile im Index.

Nutzen Sie 301 oder 308 für Migrationen und zusammengelegte Seiten, 302 oder 307 nur für URLs, die wirklich zurückkommen. Leiten Sie alte URLs direkt auf das Endziel, ohne Ketten. Die SEO-Checkliste für Website-Migrationen behandelt das Redirect-Mapping ausführlicher.

404, 410 und die übrigen 4xx

Google behandelt alle 4xx außer 429 gleich: Die URL wird nicht indexiert, und war sie es, wird sie entfernt. 404 Not Found und 410 Gone eignen sich beide für bewusst gelöschte Inhalte. 410 ist deutlicher, ein SEO-Grund für einen Wechsel besteht aber nicht.

404er auf URLs, die nie wichtig waren, sind normal. Verfolgen sollten Sie die auf Seiten mit Traffic oder Links.

403 Forbidden verdient einen eigenen Blick. Eine Seite, die dem Googlebot 403 liefert, fällt wie jeder 4xx aus dem Index. Meist blockiert eine Firewall-Regel den Googlebot, lässt Browser aber durch. Die Search Console meldet das als "Aufgrund eines verbotenen Zugriffs (403) blockiert".

429 und 5xx: die Codes, die das Crawling bremsen

429 Too Many Requests, 500, 502, 503 und 504 signalisieren Google ein Serverproblem. Der Googlebot senkt seine Crawling-Frequenz. Indexierte URLs bleiben eine Zeit lang, werden aber entfernt, wenn die Fehler anhalten.

Bei geplanter Wartung liefern Sie 503 Service Unavailable, am besten mit Retry-After-Header. Eine Wartungsseite mit Status 200 kann statt Ihrer Inhalte im Index landen. Halten Sie es kurz: Googles Hinweise zum Reduzieren der Crawling-Frequenz raten davon ab, diese Codes länger als ein bis zwei Tage auszuliefern.

Für robots.txt gilt eine eigene Regel: Liefert /robots.txt einen 5xx, stoppt Google das Crawling der gesamten Website, bis die Datei wieder lesbar ist. Die Ausfall-Seite behandelt Schadet Downtime der SEO?.

Wo Sie sehen, welche Codes Google bekommt

Die Search Console hat dafür zwei Berichte. Seitenindexierung gruppiert nicht indexierte URLs nach Grund, etwa "Nicht gefunden (404)", "Serverfehler (5xx)", "Weiterleitungsfehler" und "Soft 404". Crawling-Statistiken unter Einstellungen schlüsselt die Anfragen des Googlebot nach Antwortcode auf; ein Anstieg der 5xx ist dort oft das erste Zeichen für Hosting-Probleme. Unser Leitfaden zum Beheben von Indexierungsfehlern in der GSC geht die Gründe einzeln durch.

Für eine einzelne URL ist curl schneller:

curl -sI https://example.com/seite
curl -sIL https://example.com/alte-seite

Der zweite Befehl folgt Weiterleitungen und zeigt jeden Sprung. Wirkt ein Ergebnis seltsam, machen Sie zusätzlich den Live-Test der URL-Prüfung.

Was Deltio prüft und was ein Crawler übernimmt

Deltio prüft jede überwachte Website alle 10 Minuten per HTTP und speichert Statuscode und Antwortzeit. Geht die Website offline oder blockiert eine Firewall den Check, bekommen Sie einen Alert per E-Mail oder Slack, und einen weiteren, wenn sie wieder erreichbar ist.

Das gilt für die überwachte URL. Deltio ist kein Crawler: Es erfasst nicht den Statuscode jeder Seite und verfolgt keine Weiterleitungsketten, das ist Aufgabe eines Crawlers wie Screaming Frog zusammen mit den Berichten der Search Console. Der tägliche Sitemap-Snapshot zeigt allerdings, wenn URLs aus der Sitemap verschwinden, oft ein Hinweis auf neue 404er oder Weiterleitungen.

Starter kostet £24 pro Monat, bei jährlicher Zahlung £20, und Sie können es 14 Tage kostenlos testen.

Häufige Fragen

Schadet eine 302-Weiterleitung der SEO?
Nicht, wenn der Umzug wirklich vorübergehend ist. Google wertet 302 als schwaches Signal und behält die ursprüngliche URL eventuell im Index. Ist die Änderung dauerhaft, wechseln Sie auf 301 oder 308, damit sich die Signale verlässlich auf der neuen URL bündeln.
Schaden viele 404-Fehler dem Ranking?
Laut Google beeinflussen 404er auf URLs, die nicht existieren sollen, weder das Crawling noch das Ranking der übrigen Website. Relevant werden sie, wenn die fehlenden Seiten Traffic oder Links hatten oder noch intern verlinkt bzw. in der Sitemap gelistet sind.
Wirkt sich ein langsamer Server auf das Crawling aus?
Ja. Google passt den Crawling-Umfang daran an, wie schnell und zuverlässig der Server antwortet. Langsame Antworten oder häufige Fehler führen dazu, dass der Googlebot weniger Seiten abruft, was vor allem bei großen Websites ins Gewicht fällt.
Warum zeigt die Search Console 5xx-Fehler, obwohl die Website normal lädt?
Die Fehler können sporadisch auftreten, gerade wenn Sie nicht hinsehen, oder der Server antwortet dem Googlebot anders als einem Browser, etwa wegen Rate Limiting oder Bot-Schutz. Der Live-Test der URL-Prüfung und der Bericht Crawling-Statistiken helfen bei der Klärung.
Benachrichtigt mich Deltio, wenn eine Seite 404 liefert?
Der Uptime-Check von Deltio läuft alle 10 Minuten auf der überwachten URL, speichert Statuscode und Antwortzeit und meldet sich, wenn die Website offline geht oder von einer Firewall blockiert wird. Er crawlt nicht jede Seite, daher finden Sie 404er auf einzelnen URLs besser mit einem Crawler und der Search Console.