Website-Wartungsvertrag: Was hineingehört
Ein Website-Wartungsvertrag ist eine laufende Vereinbarung: Sie halten die Website des Kunden aktuell, gesichert, geschützt und online, prüfen, dass nichts Wichtiges kaputtgegangen ist, und berichten jeden Monat darüber. Ein guter Vertrag nennt jede Aufgabe, ihre Häufigkeit, Ihre Reaktionszeit bei Störungen und das, was nicht dazugehört.
Dieser Leitfaden richtet sich an Agenturen und Freelancer, die Websites bauen und ein Wartungsangebot wollen, das sie allen Kunden anbieten können, ohne es jedes Mal neu zu schreiben. Es geht um die Website als Ganzes. Eine SEO-Betreuung, bei der Sie an Rankings und Inhalten arbeiten, ist eine eigene Vereinbarung und lässt sich getrennt besser kalkulieren.
Updates für Core, Plugins und Themes
Updates fressen die meisten Stunden, also halten Sie Rhythmus und Vorgehen fest. Wöchentlich oder monatlich ist üblich. Eine vorsichtige Routine: Backup, Updates auf einer Staging-Kopie, falls vorhanden, Kontrolle der wichtigsten Templates, dann Produktion.
In WordPress lassen sich automatische Updates in der Plugin-Übersicht für jedes Plugin einzeln aktivieren. Für kleine, gut gepflegte Plugins ist das vertretbar, für Page Builder oder WooCommerce-Erweiterungen riskant. Schreiben Sie in den Vertrag, welche Sie von Hand aktualisieren.
Bei Updates geht auch SEO kaputt, ohne dass es jemand merkt. Ein Update des SEO-Plugins kann ändern, wie Title erzeugt werden, ein Theme-Update kann die H1 aus einem Template entfernen. Unsere SEO-Checkliste für WordPress-Updates zeigt, was nach jeder Runde zu prüfen ist.
Backups und Wiederherstellungstests
Legen Sie fest, wie oft Backups laufen, wo sie liegen und wie lange sie aufbewahrt werden. Ein tägliches Backup außerhalb des Hosting-Servers ist für die meisten Unternehmensseiten eine vernünftige Basis; ein Shop mit Bestellungen rund um die Uhr braucht womöglich mehr.
Dann fehlt noch die Zeile, die fast alle vergessen: ein Wiederherstellungstest, etwa einmal im Quartal auf einer Staging-Kopie. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Annahme.
Grundlegende Sicherheit
Bleiben Sie konkret. Löschen Sie Admin-Konten von Personen, die nicht mehr beteiligt sind, verlangen Sie starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung für Admins, spielen Sie Sicherheitspatches zügig ein und lassen Sie einen Malware-Scan laufen, wenn der Hoster das nicht tut. Wenn Sie eine Firewall oder ein Security-Plugin einsetzen, nennen Sie es. Die Bereinigung nach einem Hack wird meist separat angeboten, weil ihr Umfang vorher nicht absehbar ist.
Das Monitoring, das der Kunde nicht sieht
Niemand bemerkt es, bis etwas ausfällt. Listen Sie die Signale auf, die Sie überwachen:
- Uptime und Serverfehler
- Ablauf des SSL-Zertifikats
- Ablauf der Domain
- robots.txt und XML-Sitemap
- Title, Meta Description, H1, Canonical und
noindexder Seiten - GA4, Google Tag Manager und weitere Marketing-Tags sowie das Cookie-Banner
Die Domain-Verlängerung verdient eine eigene Zeile, denn oft läuft die Domain auf den Kunden, hinterlegt mit einer längst abgelaufenen Karte. Wie Sie das im Blick behalten, steht im Artikel zur Überwachung des Domain-Ablaufs.
Reaktionszeiten und Paketstufen
Trennen Sie die Annahme eines Vorfalls von seiner Behebung und legen Sie Ihre Arbeitszeiten fest. Nur als Beispiel: kritische Probleme (Website offline, Checkout defekt, ganze Website auf noindex) innerhalb weniger Arbeitsstunden angenommen, alles andere am nächsten Werktag.
Halten Sie Monitoring und Backups in allen Stufen gleich. Zwischen den Stufen ändern sich die Update-Frequenz, die enthaltene Entwicklungszeit, die Reaktionszeit und der Umfang des Reports. Auch das günstigste Paket schützt die Website, die höheren kaufen Zeit und Aufmerksamkeit.
Was der Vertrag nicht abdeckt
Schreiben Sie die Ausschlüsse auf: neue Funktionen und Relaunches, Texterstellung, SEO-Arbeit und Linkaufbau, Hosting- und E-Mail-Verwaltung, sofern Sie sie nicht stellen, Lizenzen Dritter sowie Reparaturen nach Änderungen, die andere ohne Absprache vorgenommen haben. Jeder Punkt kann ein eigenes Zusatzangebot werden.
Der Monatsbericht
Eine kurze Notiz genügt: eingespielte Updates, geprüfte Backups, Vorfälle und ihre Behandlung, anstehende Verlängerungen für SSL, Domain und Lizenzen. Ein Format, das Kunden tatsächlich lesen, beschreibt der Artikel zu Monitoring-Reports für Kunden.
Deltio kann den Monitoring-Teil des Vertrags übernehmen: Uptime-Check alle 10 Minuten, SSL-Warnungen 30 Tage und 1 Tag vor Ablauf, Domain-Ablauf, täglicher Sitemap-Snapshot, robots.txt, SEO- und Marketing-Tags auf jeder URL sowie das Cookie-Banner, mit Alerts per E-Mail oder Slack. Updates und Backups macht Deltio nicht. Starter kostet £24 pro Monat, bei jährlicher Zahlung £20, mit einer 14-tägigen kostenlosen Testphase.
Häufige Fragen
- Wie oft sollte eine Website gewartet werden?
- Die meisten Verträge spielen Updates wöchentlich oder monatlich ein, sichern täglich und überwachen die Website laufend. Patches für Lücken, die bereits aktiv ausgenutzt werden, sollten nicht auf die Monatsrunde warten. Der passende Rhythmus hängt davon ab, wie oft sich die Website ändert und wie viel Umsatz über sie läuft.
- Was unterscheidet einen Wartungsvertrag von einer SEO-Betreuung?
- Der Wartungsvertrag hält die Website am Laufen: Updates, Backups, Sicherheit, Monitoring und kleine Korrekturen. Die SEO-Betreuung bezahlt Arbeit an der Sichtbarkeit in Suchmaschinen, etwa technische Optimierungen, Inhalte und Reporting zum Traffic. Viele Agenturen verkaufen beides, getrennt sind Umfang und Preis aber klarer.
- Sollten Domain und Hosting dem Kunden oder der Agentur gehören?
- In der Regel sollten die Domain und möglichst auch das Hosting-Konto dem Kunden gehören, mit Zugang für die Agentur. Endet die Zusammenarbeit, behält der Kunde seine Assets. Der Vertrag sollte festhalten, wer die Verlängerungen bezahlt und wer die Erinnerungen bekommt.
- Lässt sich Website-Wartung vollständig automatisieren?
- Teilweise: Backups, manche Updates und das Monitoring laufen von selbst. Zu prüfen, ob ein Update ein Template beschädigt hat, zu entscheiden, welche Plugins von Hand aktualisiert werden, und mit dem Kunden zu sprechen, braucht weiterhin einen Menschen.
- Aktualisiert Deltio Plugins oder erstellt es Backups?
- Nein. Deltio ist ein Monitoring-Tool: Es prüft die Uptime alle 10 Minuten, den Ablauf von SSL und Domain, die Sitemap, die robots.txt, SEO-Tags, Marketing-Tags und das Cookie-Banner und schickt Alerts per E-Mail oder Slack. Für Updates und Backups brauchen Sie das CMS, den Hoster oder ein eigenes Wartungstool.